Montag, 5. April 2010

Sport Sport Sport

In Melbourne konnte ich dann wieder bei Ludger unterkommen, was sehr sehr gut war, denn zum Rennwochenende haben die Hostels ihre Preise teilweise um 50% angehoben. Wie die Überschrift schon verrät, ging es nach Tasmanien ziemlich sportlich zu. Ich habe allerdings weniger Sport gemacht, was ich hier in Australien generell ziemlich wenig mache, aber ich schaue viel Sport. Zuerst waren Ludger und ich am Donnerstag den 25ten. März an der Formel 1 Rennstrecke in Melbourne die in den letzen Wochen auf das Rennen vorbereitet wurde. Wir haben uns ein paar Rennen und Trainings anderer Motorsportarten angesehen, an so einem Formel 1 Wochenende ist ja die ganze Zeit für Programm gesorgt. Ausserdem mussten wir uns um einen Platz für das freie Training, Qualifying und das Rennen kümmern, damit wir möglichst gut sehen und nach dem Rennen schnell auf die Strecke kommen. Danach sind wir zum Auftaktspiel der AFL Saison 2010 gegangen. Ich hatte ja schon von einem Spiel bei dem Pre season Turnier berichtet. Diesmal gings aber richtig los, beim Auftaktspiel im Melbourne Cricket Ground war eine ganz andere Stimmung und das Tempo des Spiels war auch ein höheres. Am Stadion haben wir uns mit Jaquline und Tibo getroffen, mit denen wir das Spiel gesehen haben. Wir hatten eigentlich vorher ausgemacht, dass wir für Carlton sind, da ein bekannter von Ludger ein großer Fan ist und Ihm gesagt hat wir müssen für diese Mannschaft sein. Aber da es als Derby ausgeschrieben war und der Gegner der Blau Weißen Carlton Mannschaft die Schwarz Gelben aus Richmond waren, war ziemlich schnell klar das ich auf der Seite von Richmond bin. Und wie jedes Derby in dieser Saison ging auch dieses aus, am Ende jubelte Blau Weiß, dieses mal hab ich es aber ziemlich entspannt gesehen, da es mir egal war!


Auftaktspiel Richmond-Carlton

Da jubeln se die blauen

Zum freien Training war ich alleine an der Rennstrecke, weil Ludger arbeiten musste. Ich war an der stelle die wir uns am Donnerstag ausgeguckt hatten, nach Start und Ziel an der 2ten Kurve auf dem Grasshügel. Ich hab so ziemlich alles mitgenommen. Am Samstag war dann das Qualifying was aus deutschersicht eigentlich ganz gut lief, ich mein Schumi kann im Moment wohl noch nicht besser, aber das macht Vettel dann halt. Nach dem Qualifying war noch ein Konzert an der Strecke, wo Powderfingers gespielt haben, ich kannte die nicht aber da alles im Ticket enthalten war, sind wir natürlich auch zu dem Konzert gegangen. Wir wollten nach dem guten Konzert der Powderfingers noch nicht nach Hause gehen, da traf es sich gut, dass noch eine Couchsurfing party in der nähe der Rennstrecke war. Auf der Party wurde eigentlich durchgehend an mehreren stellen gejammt, im ersten stock haben wir uns dann mit mehreren leuten zusammen gesetzt und der Band zugehört. Später wurde dann in der Garage hinter dem Haus weiter gespielt. Teilweise hab ich mich etwas komisch gefühlt, weil ich kein Instrument spiele und es so schien als ob jeder auf der Party zu mindestens Flöte spielen kann! Um ca 4 hatten wir dann genug und sind mit dem Taxi wieder nach hause, wir mussten schließlich fit sein fürs Rennen.
Unsere Sicht beim Freie Training

Die Powderfingers

Kurz vorm Rennen sind meine Mutter und meine Schwester in Melbourne angekommen und wollten natürlich auch zum Rennen. Also haben Ludger und ich schnell noch 2 Tickets besorgt.
Das Rennen wie ihr wisst lief dann nicht so wie man sich das vorstellt, alle deutschen ziemlich weit weg vom Träppchen oder ausgeschieden und auch der Lokalmatador, dem ich es nach den
deutschen gegönnt hätte war weit abgeschlagen. Aber an sich war das Rennen ziemlich interessant und das es geregnet hat, hat nur dazu beigetragen dass das Rennen interessanter
wurde. Die Highlights hatten wir teilweise direkt vor unserer Nase, da in der Ecke wo wir standen z. B. der Schumi crash passiert ist. Als das Rennen vorbei war und die Fahrer zur Siegerehrung
unterwegs waren, haben die Streckenposten die Tore geöffnet und wir konnten auf die Strecke, was wie ich fand, ziemlich cool war. Wir sind über die Start und Ziel gerade spaziert, um zum
zweiten Konzert des Wochenendes zu kommen, diesmal von Simple Minds, bevor wir dann zurück in die City gefahren sind. Das war meine letzte Nacht bei Ludger.


Beim Rennen

Auf Start und Ziel

wie man sieht war einiges los

Simple Minds

Den nächsten Tag habe ich damit verbracht Rita und Sabrina die Stadt und die stellen zuzeigen die ich in Melbourne am besten fand, um es kurz zumachen, da das meiste schon im Blog enthalten ist, hier eine liste was wir unternommen haben:

Spaziergang an der Yarra River Promenade zur Flinders Station.
Tourist Tram bis zur Bourke Street.
Mittag essen bei Shanghai Dumplings.
Kurze Shopping tour.
Botanical Garden
Brighton Beach
Paella zum Abendessen in St. Kilda
Pinguin Parade in St Kilda
Zum Abschluss Bierchen in der Rooftopbar

Zum letzten Punkt muss ich allerdings noch was schreiben, ich wollte den beiden die selbe schöne Aussicht zeigen, wie ich Sie ein paar Tage zuvor hatte und wie ich Sie auch im Blog
gepostet habe. Warum schreibe ich also jetzt nochmal was dazu, wenn ich vorher alles nur aufgezählt habe? Weil an diesem Abend auf der Rooftopbar eine ganz besondere Party war,
nämlich eine "gay and lesbian" Party, das erste mal das ich auf so einer Party war und nach 3 Bierchen, ein paar Fotos und Gesprächen sind wir dann auch wieder gegangen. Am nächsten
Tag war wieder früh aufstehen angesagt, denn wir hatten uns am Tag zuvor ein Auto gemietet, damit ich Sabrina und Rita die Great Ocean Road zeigen kann und wir noch zusammen den
Grampians Nationalpark besuchen.


Brighton Beach häuschen

Samstag, 3. April 2010

Tasmanien

Meine Tour begann in Melbourne um 3.45 Uhr morgens, als mich mein Wecker aus dem Schlaf
gerissen hat. Warum so früh wird man sich fragen, da man als Backpacker kostengünstig
reisen möchte, muss man um diese Zeit aufstehen, um dann zum Flughafentransfer zulaufen
damit man um 6.30 den Flug von Melbourne nach Hobart erwischt. Wenn man dann noch die
Richtlinien der Fluggesellschaft einhält, und nicht wie ich mit 9.4 an stelle von 7 kg Handgepäck ankommt, kann man sich auch 50 Dollar Gebühr sparen. So viel sei gesagt die hab ich nicht 2 mal gezahlt, aber dazu später mehr.

In Hobart musste ich mir dann für einen Tag eine bleibe suchen. Im Centralcity Backpacker
bin ich dann untergekommen. Am ersten Abend hab ich direkt mehrere deutsche getroffen und
den Abend mit Ihnen vorm Hostel verbracht. Die geführte Tour durch Tasmanien begann auch wieder früh, eigentlich zu früh für mich, um 6.30 wurde ich wieder in Hobart abgeholt. Ich habe mir eine geführte tour gebucht, weil ich nur 7 tage auf der Insel hatte und möglichst viel mitnehmen wollte. Wir haben zuerst alle Leute eingesammelt, an jeglichen pick up punkten und sind dann los Richtung Lake St Clair. Nur mal zur Orientierung Tasmanien sieht immer so klein aus neben Australien, ist aber größer als die Niederlande. Am Lake angekommen, sind wir auf 2 kleine walks gegangen. Da das Wetter leider an den ersten 3 Tagen nicht so berauschend war, kam die Stimmung am Lake nicht so rüber und wie waren alle noch nicht so ganz überzeugt. Sonst war am ersten Tag nicht viel los, die meiste Zeit waren wir im Bus, Kilometer machen zu
unserer ersten Unterkunft, in Zeeland. Auf dem Weg dahin waren wir noch am Strand, was bei dem Wetter nicht so der Bringer war aber naja man macht ja alles mit. Nach unserer "Badepause" haben wir noch mehrere kleine Städtchen durchquert, in einem haben wir noch gehalten, einer kleinen Stadt die vom Bergbau lebt. Ja stimmt, das kann ich ja gar nicht zuhause haben!

Lake St. Clair

Am ersten Strandbesuch

Der zweite Tag begann wie ich später erfahren hab ziemlich tour typisch, nach unserem
Frühstück hatten wir die Möglichkeit nach Zeehan zulaufen oder mit dem Fahrrad zufahren.
Wir sind dann aber gelaufen, weil wir weiter wollte und nicht wieder mit dem Fahrrad nach
oben fahren wollten. Es folgten dann Stationen an einem Sägewerk, wo Schöne Holzarbeiten
hergestellt wurden. Es musste ja auch etwas für die etwas älteren Leute dabei sein, die
so eine Tour buchen. Aber ich muss sagen damit war es dann auch mit den weniger Spannenderen Aktivitäten. Am Nachmittag waren wir auf den Sanddünen auf Tasmanien, einfach der Hammer wie facettenreich diese Insel ist. Unser nächste und letzter halt für den Tag war der Cradle Mountain und Lake St Clair Nationalpark. Da angekommen haben wir noch einen Spaziergang gemacht und mehrere Tiere gesehen.

Ein kleiner dicker Wombat


Am dritten Tag durften wir dann wählen, welchen walk wir machen wollen. Wir konnten zwischen dem walk auf den Gipfel des Cradle Moains, einem Walk zum Marions Lookout und dem Walk um den See, welchen ich etwas Langweilig fand. Der Walk zum Gipfel hätte sich nicht gelohnt, weil es sehr bewölkt war, also hab ich die goldene Mitte genommen und bin mit den meisten anderen zum Marions lookout. Der weg den Berg hoch, war richtig gut, am Wombat Pool vorbei und immer weiter richtung Lookout. Da angekommen hat man nicht so ganz den Ausblicke genießen können, aber ich fand es trotzdem ziemlich genial. Es ist einfach der Hammer die Wolken an einem vorbeiziehen zu sehen, außerdem war es noch ein cooler Zufall, weil ich mit Ludger im Wilson noch darüber geredet habe, dass ich so etwas gerne mal erleben möchte. Lunch (Sandwiches) gab es am Berg, kurz bevor wir wieder wählen durften wie es weiter gehen soll. Man konnte entweder den Berg runter klettern und dann eine längere strecke am See entlang laufen, oder noch über mehrere anhöhen weiter und eine kürzere strecke am See entlang. Ich habe mich für zweiteres entschieden, wobei ich der einzige war, der diese strecke klettern wollte. Witzigerweise habe ich die anderen wieder am Carpark getroffen und wir sind zusammen zur Lodge. Dort haben wir einen Kakao getrunken und haben auf die 2 Personen gewartet, die den Gipfel besteigen wollten. Die zweite Nacht haben wir dann in Devenport verbracht, eine der 3 Größten Städten auf Tasmanien (neben Hobart und Lanceston).

Auf dem Weg zum Lookout
Wombat Pool ... ich hab keinen schwimmen gesehen
auf dem Lookout, wie man im Hintergrund sieht, sieht man nichts
da war der Blick etwas klarer
vielleicht kennt man das bild, normalerweise ist im hintergrund ein Berg....

In Devenport wurden 9 leute aus unserer Gruppe abgeliefert, weil Sie die tour dort gestartet hatten und die 6 tag schon umhatten. Es wurden aber auch wieder 4 neue leute abgeholt. Mit den neuen an Board sind wir dann Richtung Ostküste, wo das Wetter für die nächsten 3 tage besser werden sollte. Das war auch gut so, denn der erste stopp an der Ostküste war ein Strand in der Fire bay. Man muss ja sagen egal wo man in Australien ist, es gibt so ziemlich überall schöne Strände und so auch in Tasmanien. Dort haben wir auch 2 std. verbracht, bevor wir weiter sind Richtung Bicheno, einer Kleinstadt direkt an der Ostküste. Wir hätten zum Strand laufen können, aber Abends wurde es dann doch etwas zu kalt. Also bin ich im Haus geblieben und hab mit mehreren anderen Tischtennis gespielt.

Auch Tasmanien hat schöne Strände und Wetter

Der fünfte Tag begann am Bicheno Blowhole. Die Wellen waren leider nicht so hoch, aber ich hab mein bestes gegeben das Blowhole auf ein Foto zubekommen. Den Restlichen Tag haben wir dann im Freycenet Nationalpark verbracht, der wirklich einfach nur cool war. Wir konnten wieder wählen, entweder zum Strand der Wineglass Bay laufen, oder auf den Mt. Amos und die Aussicht auf die Wineglass Bay genießen. Ich hab den Mt. Amos gewählt, man musste richtig klettern aber nach ca 90 min waren wir dann auch am Gipfel und konnten die Aussicht auf die Bay genießen. Wie man merkt geht hier fast nichts ohne vorher bestimmte Walks zumachen. Man muss sich die Aussicht, Wasserfälle etc. erst über einen Walk erarbeiten! Geschlafen haben wir dann in unserer letzen Nacht der Tour in Pt. Arthur, der Stadt die früher Englands Gefängnis war und noch eine ziemlich erschreckende Geschichte zu erzählen hat (http://en.wikipedia.org/wiki/Port_Arthur_massacre_(Australia)). Nach dieser Geschichte und der Tatsache, das unser Haus diesmal direkt neben einem Friedhof lag, waren die Frauen in unserer Gruppe etwas schreckhaft/verängstigt.
Den Abend haben ich dann mit ein paar runden Billiard im Haus beendet, das lief auch besser als die Tischtennispartien. Bei so einer Tour ist wirklich für alles gesorgt, wir hatten immer ein schönes Haus in dem wir gewohnt haben und uns nicht Langweilig wurde. Lunch haben wir meistens auf der Tour an einem BBQ Stand zubereitet und gegessen und Frühstück und Dinner wurde immer im Haus gemacht und gegessen.

Bicheno Blowhole
Der Weg zum Mt. Amos war ziemlich steinig

keine Ahnung wasPippo meint...

Wineglass Bay

So war es auch am letzten morgen, mein Niederländische Zimmer Kollege DJ (Dirk Jan Wisser van der Zoelm) war, wie jeden morgen, um 5.30 Uhr wach und auch schon mit dem Frühstück fertig, ehe ich angefangen hab. ich hab immer versucht bis möglichst 7.00 zu schlafen, was das Optimum war damit man noch Frühstück bekam. Am letzen Tag hatte ich es wieder geschafft, bis 7.00 zu schlafen, war glücklich und es konnte wieder losgehen. Zuerst sind wir zum Remakable Cave gefahren, quasi ein Loch in einer sehr dicken Steinwand (man könnte sagen, dass ich nicht wirklich beeindruckt war) Der nächste punkt auf der Tagesordnung gefiel mir dann nicht soo gut, denn es ging zum Historischen Nachbildung von Port Arthur. Nachdem wir dann durch die Ruinen gestreift sind und die Bootstour gemacht haben, sind wir zurück zum Haus, wo das Mittagessen schon vorbereitet war. Als dann alles aufgeräumt, abgespült und wieder im Bus verstaut war, gings weiter Richtung Tasmanian Wildlife Park, wo wir den Tasmanischen Teufel gesehen haben. Ich muss sagen die sind einfach nur häßlich, aber das wa ja nicht das einzige im Wildlife Park, wir durften ja noch Kangaroos füttern. Auf dem Weg zurück nach Hobart haben wir noch ein Paar Stopps eingelegt, bevor wir dann in Hobart abgelifert wurden und die Tour beendet war. In Hobart hab ich dann meine letzte Nacht auf Tasmanien im Central Backpacker verbracht, wo ich ja schon ein paar Leute kannte. Also haben wir uns noch ein paar Biere genehmigt, bevor wir dann schlafen gegangen sind. Endlich mal wieder ausschlafen konnte ich am nächsten morgen, denn diesmal ging mein Flieger nicht so früh, sondern ziemlich spät um 21.15uhr. Da ich diesmal nicht wieder eine Gebühr zahlen wollte, hab ich mit folgender Kleidung eingecheckt: eine kurze Hose darüber eine lange Hose, 2 T-Shirts und 2 Pullis, die schweren Sachen wie z. B. Duschgel etc in einer Tüte als Einkäufe getarnt und es hat geklappt, ich hatte 5,4 KG auf der Uhr. Nach dem Check In konnte ich dann auch wieder die Sachen in meine Tasche packen und bin wieder nach Melbourne geflogen.
Remarkable Cave

Port Arthur
Da isser...
...nein ernsthaft das ist der Tasmanischer Teufel

Mit Baby...

Mini Kanguruh

Alles in allem muss ich sagen hat sich der Ausflug nach Tasmanien richtig gelohnt, es ist schon krass, wie viele facetten eine so kleine Insel hat. Von der teilweise unberührten Westküste, wo man 6 Tageswalks durchs nichts machen kann, über die Gebirge im Zentrum der Insel, den Größeren Städten bis hin zur Ostküste mit Ihren Stränden und dem Freicenet Nationalpark.

Montag, 15. März 2010

Roadtrip

Unsere Tour startete am Samstag, wir haben eingekauft, haben den Van abgehoben und sind direkt los. Es war ein Sturm angesagt und wir wollten möglichst schnell raus aus Melbourne um dem Sturm zu entgehen. Ja gut gedacht schlecht gemacht, wir mussten bevor wir auf dem Highway waren ca 20 min anhalten und warten, weil der Hagel und der Regen es nicht möglich machten auch nur 20 Meter weit zu sehen. Danach sind wir aber los, 3 Stunden fahrt zum Wilsons Promontory Nationalpark. Es war aber zu spät, es hätte sich nicht gelohnt noch für den Abend in den Nationalpark zu fahren. Also sind wir zum Sandy Point, wo wir den Abend mit einem gemütlichen Barbecue, Wein und ein paar Bierchen beendet haben. So hab ich in meinen Geburtstag reingefeiert, gemütlich aber an einem richtig coolem Ort.

Ludger am Sandy Point
Meine Wenigkeit am Sandy Beach

Frühstück am Sandy Point

Erstes Kangaroo im Wilson Prom

Squeky Beach
unser Gast zum Mittagessen

Am Sonntag sind wir dann direkt in den Nationalpark. Das Wetter war immer noch wechselnd, aber in der Zeit wo wir unterwegs waren, hat es zum Glück nicht geregnet. Als erstes sind wir zum Squeky Beach, der seinen Namen verdient, denn wenn man auf Ihm läuft, macht der quietschende Geräusche. Aber er macht nicht nur die Geräusche, nein er sieht auch noch ziemlich perfekt aus. Weißer Sand und flaches Wasser, ziemlich genial. Anschließend haben wir einen Track, über Millers Landing zum Vereker Outlook gemacht. Auf einem Parkplatz nahe dem Strand haben wir dann unsere Zelte aufgeschlagen, bis uns ein Parkranger darauf aufmerksam gemacht hat das wir da nicht Übernacht parken dürfen. Also mussten wir nochmal los und haben dann in Tidal River gepennt.




Ludger und ich am Vereker Outlook


Das Wetter am nächsten Tag war ziemlich perfekt, also haben wir noch ein zwei Tracks gemacht. Den Loo Errn Track und danach sind wir weiter zum Pillar Point und dem Tidal Overlook. Bevor wir dann gefahren sind waren wir noch am Whisky Beach, keine Ahnung warum der so heißt, es riecht nicht nach Whiskey und das Wasser schmeckt auch nicht wie Whiskey... . Die Rückfahrt nach Melbourne haben wir über Philipp Island gemacht, wo wir aber nur Mittag gegessen haben. Ich habe während der Tour beschlossen, den Van noch weitere 7 Tage zumieten, um nach Adelaide und über die Great Ocean Road wieder nach Melbourne zu fahren.

Loo Ern Track


Squeky Beach von oben




Ein paar Fakten zu dem Van, es ist ein 30 Jahre alter Toyota Hiac, mit einer gemütlichen 4 gang Schaltung, die unter dem Lenkrad angebracht ist. Der Van verbraucht auf 100 km ca 12 Liter Benzin und einen Liter Öl. Die Höchstgeschwindigkeit die ich mit dem Van gefahren bin waren 125 km/h, aber da der Besitzer gesagt hat man sollte immer so bei 90 bis 100 bleiben hab ich das auch die meiste Zeit gemacht. Im hinteren Teil des Vans ist ein Bett, das sich zu einem Doppelbett umbauen lässt. Hinter dem Bett ist ein Kühlschrank und eine Mikrowelle, die man aber nur auf Campingplätzen mit Stromanschluss nutzen kann. Verstau Möglichkeiten sind unter/im bett und im kleinen Schränkchen gegenüber vom Bett an der anderen Seite des Vans. Wir brauchten aber fast nichts dazu kaufen, weil der Besitzer den Van ziemlich gut für uns ausgestattet hat.


In Melbourne waren Ludger und ich Abends nach unserem Trip noch in der Sauna. Der Appartmentkomplex hat neben der Sauna noch einen Whirlpool, 50 m Swiming Pool und einen Tennisplatz. Am nächsten morgen (10 uhr) gings dann wieder los ich wollte von Melbourne aus zum Grampians Nationalpark, um dort einen Tag zu verbringen, bevor ich weiter nach Adelaide fahre. Als ich nach ca 4 std. an dem Nationalpark angekommen war wollte ich, wegen schlechtem Wetter, doch nicht bleiben und bin noch weitere 6 std. nach Adelaide gefahren. Auf dem Weg dahin hab ich über Sealink eine 2 Tägige Kangaroo Island Tour gebucht. In Adelaide angekommen hatte ich keine Lust mehr mir ein Hostel oder einen Campingplatz zu suchen, also hab ich in einem Stadtteil nahe des Zentrums geparkt und hab da in meinem Van geschlafen. Am nächsten morgen startete die Tour um 6.30h, den Van hab ich in dem Stadtteil gelassen, ohne wirklich zu wissen, dass man da eigentlich nicht parken durfte, da es nur für Anwohner war. Aber um das vorweg zunehmen, ich hab kein Ticket bekommen und am Abend des nächsten Tages stand der Van noch da wo ich Ihn geparkt hatte.
Die Tour startete also in Adelaide, aber der Anfang war ziemlich langweilig. Es begann mit einer 2 stündigen Fahrt zur Fähre und weiteren 40 min auf der Fähre. Danach gings aber los, wir wurden auf Kangaroo Island von unserem Guide Simon abgeholt. Simon ist ein ca 50 Jahre alter
Engländer, der seit 18 Jahren auf Kangaroo Island lebt, ein ziemlich verrückter Typ. Der erste Stop war eine Schaffarm, nicht so wirklich Atemberaubend, aber ganz ok, es gab eine kleine Vorführung der Schäferhunde, der Schäfer hat ein Schaf geschert und uns ein bisschen was von dem Handwerk erzählt.
Es wurde besser, wir sind zur Seal Bay, wo wir entlang des Strandes gelaufen sind, an dem eine Menge Robben waren. Vor dem Mittagessen waren wir noch in einer Eukalyptus Öl Destille. Gestärkt vom Mittagessen gings dann weiter zum Sandboarden. Das war der Hammer, wir waren in der little Sahara, die Wege auf den Sandberg waren ziemlich anstrengend, aber es hat sich absolut gelohnt, jedes mal. Zum Ende des Tages sind wir dann noch Kangaroos und Koalas gucken gegangen, bevor wir dann zu unserer Unterkuft gefahren sind. Das war eine Farm mitten auf Kangaroo Island. Zum Dinner gabs natürlich ein Barbecue mit Steaks und Hühnchen. Nachdem essen sind wir noch auf einen Abendspaziegang gegangen auf dem wir weitere Kangaroos und Wallabies gesehen haben. Als Abschluss des Tages haben Johnny, Brienne und ich noch am Lagerfeuer Zigarre geraucht, die die beiden noch von einer Hochzeit über hatten. Johnny und Brienne sind zwei Doktoren aus England, die für die Hochzeit eines Freundes nach Melbourne gefahren und danach noch ein bisschen rumgereist sind.

Da wird das Vieh die Wolle los

Arjen...

Da winkt er...

Da liegt der dicke

Little Sahara

Auf dem Board

Da gehts noch die etwas einfacherer strecke runter

Da wurde es schon steiler!

Little Sahara von oben

Der Tour bus



Den zweiten Tag der Tour haben wir begonnen mit einer Fahrt zu den Remarkebel Rocks, an denen wir ein paar Fotos geschossen haben, bevor wir weiter zum Leuchtturm gefahren sind. Von da aus sind wir zu Arthurs Arch gelaufen, einer Felsformation im Süden der Insel, wo man wieder einige Robben sehen konnte. Zwischendurch hat uns Simon immer mal wieder Fakts über die Insel, die Tiere auf der Insel und Ihre Bewohner erzählt.




Jonny und ich an den remarkeble rocks




Eine Geschichte fand ich besonders gut. An den Remarkebel Rocks ist mal ein Amerikaner abgerutscht und in den Ozean gerutscht. Die gegend ist ziemlich gefährlich und es sind auch schon ein paar leute dort gestorben. Chris, ein Mann der dort die Toiletten putzt hat das gesehen und ist mit seinem Surfboard raus und hat den Mann gerettet. Monate später hat dann Chris einen Anruf von der Person bekommen. Es hat sich herausgestellt, das der Mann Milliardär war und Chris angeboten hat ihm zu kaufen was er wollte. Da Chris immer Shrimpfischer werden wollte hat der Mann Chris ein Boot mit allem Zubehör für ca 2-3 Millionen Dollar gekauft. Außeerdem hat er noch einen Fonds angelegt für Chris Kinder, sodass diese sich keine Sorgen machen müssen über deren Ausbildung. Um wieder auf die Tour zurück zukommen, das Wetter hatte sich zum Glück gebessert, also sind wir in den Norden zum Strand. Mal wieder ein ziemlich perfekter Strand, an dem wir eine stunde später noch ein paar Delphine gesehen haben. Während dem weg zur Fähre und damit zurück nach Adelaide haben wir nochmal ein paar Koalas gesehen. Auf der Fähre haben wir dann noch ein Bier auf die Tour getrunken und einen ziemlich genialen Sonnenuntergang gesehen. Nach der 2 stündigen fahrt zurück hab ich dann nochmal in dem Stadtteil 20 min vom City Center im Van geschlafen.


Ich sollte von den Engländern aus den "shearer" machen





Am nächsten morgen bin ich dann zu Mc Donalds, Laptop aufladen etc., danach gings weiter
Richtung Great Ocean Road. Meinen ersten Stop hab ich in Portland gemacht, eine kleine Hafenstadt auf dem weg zur Great Ocean Road. Dort bin ich aber nur zum Abendessen geblieben. Übernachtet hab ich dann in Warnambool, eine weitere Kleinstadt auf dem Weg, berühmt dafür, dass man hier zwischen Juli und September Waale sehen kann, leider nicht zu dieser Jahreszeit. Am Samstag früh bin ich dann kurz nach Warnambool in die Great Ocean Road eingebogen. Am Anfang des Weges habe ich mir alle Sehenswürdigkeiten, die man so auf dem Weg lagen angeguck. Unter anderem 12 Apostels, London Brigde etc. aber das könnt ihr euch besser auf den Bildern angucken. Ich muss sagen die Great Ocean Road ist einfach atemberaubend, aber nach mehreren Stopps alle 300 Meter hat es schon etwas genervt immer wieder anzuhalten. Aber egal man machts nur einmal also hab ich überall gehalten. Nach den Stopps hab ich mir gegen Nachmittag nahe den 12 Aposteln einen kleinen Campingplatz gesucht um dort zukochen und den restlichen Nachmittag und später die Nacht zu verbringen. Aber bevor ich schlafen ging, wollte ich mir noch den Sonnenuntergang an den 12 Aposteln angucken. Der Sonnenuntergang war einfach nur genial, der beste Sonnenuntergang den ich bis jetzt gesehen hab, keine einzige Wolke am Himmel und eine geniale Kulisse! Ich bin noch etwas geblieben, weil mir die Familie neben der ich während des Sonnenuntergangs Stand gesagt hat, dass noch Pinguine an den Strand kommen, doch leider kamen sie erst, nachdem es dunkel war!

Mittagessen in Portland

Sonnenuntergang in Warnambool

Bay of Islands


London Bridge




12 Apostel
Mittagspause am Campingplatz





Apollo Bay


Tag 2 Startete ich mit der Fahrt vom Campingplatz aus hoch nach Apollo Bay, eine kleine Küstenstadt, nahe dem Otway Nationalpark, wo ich den restlichen Tag verbringen wollte. Nachdem ich Mittag gegessen hatte und etwas im Internet war, ich musste ja gucken ob Dortmund gewonnen hat und wie Schumi im Moment so drauf ist (Ich denke der spart sich das für Melbourne auf und ich werden den ersten Sieg sehen!). Naja ist ja auch egal, ich bin dann jedenfalls in den Nationalpark gefahren mit meinem Van. Auf dem weg hab ich 2 Hitchhiker mit genommen, die zum Tree top walk wollten. Als ich die beiden da abgesetzt hab bin ich dann weiter zu dem ersten walk den ich machen wollte, den Triplet Falls. Da war die Welt noch in Ordnung und die Straßen noch geteert. Ich hab eine Stunde im Wald verbracht und die Wasserfälle gesehen. Weiter gings in Richtung Beauchamp Falls, wie man merkt hatte ich richtig bock Wasserfälle zusehen. Die "Straße" war auf dem weg dahin schon keine Straße mehr sondern mehr ein feiner Schotterweg, alles noch gut, der Van kam zurecht. Zu beginn des Walks hab ich mich ein bisschen mit einem Mann (Brendan) unterhalten, der mit seinem Sohn (Dean) da war und das Wochenende im Wald verbracht hat. Er hat mir ein bisschen was von der Gegend erzählt und wo ich noch ein paar coole Tracks finde. Nachdem wieder ca ein stündigen walk, wollte ich dann zu den Hopetoun Falls auf dem Weg hab ich wieder Brendan und Dean getroffen, die auch zu dem Walk gehen, aber vorher noch Himbeeren pflücken wollten. Also bin ich zum Walk vorgefahren, ich bin an einem kleinen Parkplatz vorbeigekommen, aber ich dachte mir, dass sind bestimmt nicht die Wasserfälle also weiter. Die Straße wurde mit weiterem weg immer schlechter und nach ca 10 min wollte ich dann umdrehen, weil die Straße wirklich nciht mehr befahrbar war für den Van. Leider bin ich, als ich auf dem weg drehen wollte, im Graben stecken geblieben. Also mitten im nichts kam ich nicht vor und nicht zurück und da es schon ziemlich spät war, joggte ich zurück zu dem kleinen Parkplatz, wo ich dann zum Glück Brendan getroffen hab. Er konnte mir mit seinem Auto helfen meinen Karren aus dem Dreck zu ziehen. Danach haben Brendan, Dean und ich noch den Walk zu den Falls gemacht, bevor ich dann mit dem Van zurück nach Apollo Bay gefahren bin.
Den Abend hab ich dann im Haus der beiden Anhalter verbracht, die ich vorher am Tag mitgenommen hab. Sie haben mir geschrieben, das ich bei Ihnen essen, duschen und nahe Ihrem Haus parken kann, was ziemlich wichtig für mich war, weil ich vorher am Tag von einem Polizisten angehalten wurde und er hat sich meinen Namen und das Kennzeichen des Wagens notiert. Neil, Rebecca, Ian und Sven haben eine art Flatshare in Apollo Bay, den Abend haben wir dann mit ein paar Bierchen und dem Film Inglorious Basterds beendet.



Am nächsten morgen haben wir dann noch zusammen gefrühstückt, bevor ich mich wieder auf den Weg gemacht hab. Ab Apollo Bay fängt die Ocean Road an wie man sie sich vorstellt, rechts von mir war über 70 km lang das Türkies bis dunkel blaue Meer. Zwischen durch mal Dunkle Felsformationen oder Strände. Links von mir waren Steilwände oder dichter Wald und zwischendurch immer mal wieder eine Kleinstadt oder vereinzelte Häuser. Ich bin die Strecke gemütlich abgefahren und hab zwischendurch angehalten um Fotos zu schießen. Die Ocean Road fand dann ihr Ende und ich hab noch in Torquay gehalten, um etwas zu essen und um ein bisschen durch die Stadt zulaufen. Viel zu sehen war aber meiner Meinung nach nicht, also hab ich mich auf den Weg zurück nach Melbourne gemacht, wo ich den Van abgeben wollte. Aber da es zuspät war, hab ich den Van am nächsten morgen weg gebracht.